
Die Pflanzenheilkunde gehört sicher zu einer der ältesten Heilweisen.
Bedeutsam für den therapeutischen Einsatz von Heilpflanzen sind die unterschiedlichen Wesensarten der Pflanzen, welche sich aus ihrem äußeren Erscheinungsbild, ihrem Lebensraum und spezifischen Inhaltsstoffen ableiten lassen.
Vergleicht man z. B. die Hauptwesensart der Kapuzinerkresse, die Lichtdurchdringung des Feuchten und Dunklen, mit dem Wesen des Lavendel, der Beseelung und Reinigung, wird deutlich, dass die besonderen Botschaften unterschiedlichster Natur sind.
Beim therapeutischen Einsatz kann man sich also gezielt die Hauptaussage einer Pflanze zunutze machen und Symptome auf der Basis ihrer Thematik ansprechen. Die Verabreichung der Urtinkturen ist aus diesem Ansatz heraus gesehen die ideale Ergänzung zur psychosomatischen Arbeit, der Gesprächstherapie.
Aber auch auf der konkreten körperlichen Ebene stellt der Einsatz von Heilpflanzen, wenn deren Inhaltsstoffe im Vordergrund stehen ( z. B. Efeublätter zur Therapie von Bronchitis), eine wirksame und zugleich schonende Alternative zu schulmedizinischen Präparaten dar.